Trail Orientierungslauf für Sportler mit eingeschränkter Mobilität

Beim Trail Orientierungslauf, oft auch kurz TrailO genannt, handelt es sich um eine Sportart welche speziell für Sportler mit eingeschränkter Mobilität entwickelt wurde. Wie beim herkömmlichen Orientierungslauf auch geht es bei der Sportart darum, mit der Hilfe einer Karte und eines Kompasses in möglichst kurzer Zeit eine vordefinierte Strecke zurückzulegen. Im Unterschied zum herkömmlichen Orientierungslauf wird die Strecke aber so gewählt, dass der schnellste Weg nicht durch unwegsames Terrain, sondern über rollstuhlgängige Wege führt. Um keinen unfairen Vorteil zu ermöglichen ist es den Teilnehmern beim Trail Orientierungslauf nicht erlaubt, die vorgegebenen Trails zu verlassen, unabhängig davon, ob die dazu im Stande sind oder nicht.

Beim Trail Orientierungslauf handelt es sich um eine relativ junge Sportart, die speziell für Sportler mit einer eingeschränkten Mobilität entwickelt wurde. Die Sportart begann sich zu Beginn der 1990er Jahre zu etablieren, und so wurde im Jahre 1994 die erste europäische Meisterschaft durgeführt, gefolgt von der ersten Weltmeisterschaft im Jahre 1999. Heute wird jedes Jahr eine internationale Weltmeisterschaft durchgeführt, mit wechselndem Austragungsort .

Wie der herkömmliche Orientierungslauf auch werden auch die Wettstreite beim TrailO entweder im Team oder alleine bestritten. Als Teamform ist hier vor allem die Realy Form verwendet, bei welcher ein Team aus 3 Teilnehmern den Parcour nach einander abgehen muss.

Da es sich beim Trail Orientierungslauf um eine Sportart auch für Behinderte handelt ist die Verwendung von Hilfsmitteln wie Rollstühlen oder Gehhilfen ausdrücklich gestattet. Selbst elektrisch betriebene Rollstühle oder andere motorisierte Hilfsmittel sind erlaubt, ausgeschlossen sind lediglich Mobilitätshilfen die von einen Verbrennungsmotor angetrieben werden.