Die Spielformen des Orientierungslaufs

Neben dem herkömmlichen, standardisierten Orientierungslauf gibt es auch sehr viele Spielformen welche sich zum Teil sehr großer Beliebtheit erfreuen.

Orientierungslauf bei Nacht
Beim Orientierungslauf bei Nacht bringt die Dunkelheit eine weitere Schwierigkeit. Die Teilnehmer sind zwar zusätzlich mit einer Lampe in Form einer Stirnlampe ausgerüstet, diese hilft aber nur begrenzt weiter. Diese Art des Orientierungslaufs ist sehr anspruchsvoll und bringt auch, auf Grund der verminderten Sicht, ein großes Verletzungsrisiko mit sich.

Höhenlinien Orientierungslauf
Beim Höhenlinien Orientierungslauf wird eine vereinfachte Karte verwendet, auf welcher nur die Höhenlinien eingezeichnet sind, alle anderen Details werden bewusst weggelassen. Dies stellt besonders hohe Anforderungen an die Orientierungsfähigkeiten des Athleten und wird deshalb von erfolgreichen Athleten auch gerne als Form des Trainings verwendet.

Korridor Orientierungslauf
Wie beim Höhenlinien Orientierungslauf werden auch beim Korridor Orientierungslauf sehr limitierte Karten verwendet. In diesem Fall sind auf den Karten nur bewusst ausgewählte Korridore eingezeichnet, der Rest der Karte ist bewusst weiß gelassen. Dies zwingt den Athleten, die fehlenden Gebiete zu extrapolieren und die Wahl der besten Route darauf zu stützen.

Fenster Orientierungslauf
Beim Fenster Orientierungslauf handelt es sich um eine Spielart des Korridor Orientierungslauf. Anders als bei ihm sind jedoch nicht einzelne Korridore, sondern zufällig ausgewählte Fenster auf der Karte eingezeichnet. Die Schwierigkeit der beiden Methoden ist jedoch vergleichbar.

Kompass Blindflug Orientierungslauf
Bei dieser extremen Methode ist die Karte, abgesehen von den zu findenden Posten, gänzlich weiß. Eine Einschätzung des Geländes ist somit gänzlich unmöglich und die Route muss auf Grund der Peilung mit dem Kompass und des eigenen Gefühls gewählt werden.

Gedächtnis Orientierungslauf
Beim Gedächtnis Orientierungslauf ist die Karte nur an den Posten verfügbar. Die ideale Route muss somit dort ermittelt und anschließend ins Gedächtnis eingeprägt werden. Auch diese Form des Orientierungslaufs wird von erfahrenen Sportlern gerne als Form des Trainings verwendet.

Score Orientierungslauf
Beim Score Orientierungslauf soll, anders als beim herkömmlichen Orientierungslauf, nicht der ganze Parcour abgelaufen werden, sondern so viele Posten wie möglich. In der Regel ist es in der gegebenen Zeit auch gar nicht möglich, alle Posten zu erreichen, so dass die Route so geplant werden soll, dass in der vorhandenen Zeit möglichst viele Posten erreicht werden. Diese Form wird in Europa gerne als Training eingesetzt, in anderen Orten, wie zum Beispiel in Australien, wird sie auch gerne an Wettkämpfen eingesetzt.